Ein bemerkenswertes Interview in der ZEIT (https://www.zeit.de/2025/13/psychologie-depressionen-therapie-medikamente-forschung) mit dem Psychotherapieforscher Pim Cuijpers liefert wertvolle Antworten zu der Frage, was wirklich bei Depressionen hilft. Denn seit 17 Jahren wertet er mit seinem Team die Ergebnisse von mehr als tausend Studien zur Wirksamkeit psychotherapeutischer Verfahren aus. Seine zentrale Botschaft: Psychotherapie wirkt.Aber: Nicht jede Methode hilft jedem gleich gut – die Passung ist entscheidend. Die Ergebnisse seiner Meta-Analysen sind für alle zugänglich unter www.metapsy.org.Dort finden auch Patient*innen einen eigenen Bereich, um sich zu evidenzbasierten Behandlungsformen bei psychischen Erkrankungen zu informieren. Ein starkes Plädoyer für evidenzbasierte, zugängliche und wirksame Therapie – und für mehr Aufklärung im Bereich psychischer Gesundheit.
✨ 𝐌𝐞𝐧𝐭𝐚𝐥 𝐋𝐨𝐚𝐝 𝐬𝐢𝐜𝐡𝐭𝐛𝐚𝐫 𝐦𝐚𝐜𝐡𝐞𝐧 – 𝐞𝐢𝐧 𝐬𝐭𝐚𝐫𝐤𝐞𝐬 𝐓𝐡𝐞𝐦𝐚 𝐟ü𝐫 𝐞𝐢𝐧 𝐬𝐭𝐚𝐫𝐤𝐞𝐬 𝐍𝐞𝐭𝐳𝐰𝐞𝐫𝐤!
Danke an alle, die beim gestrigen DBVB Online-Event dabei waren: 25 engagierte Teilnehmer*innen, viele Aha-Momente und ein klarer gemeinsamer Fokus – Burnout-Prävention durch Bewusstheit, Haltung und Methoden. 🧠 Wir haben über unsichtbare Erschöpfung, überforderte Rollen, innere Checklisten und das „Mitdenken für alle“ gesprochen – und Wege aufgezeigt, wie Coaches, Beraterinnen und Therapeutinnen präventiv begleiten können. Tools wie das Mental Load Inventory, das Rollogramm oder der BodyScan zeigen, wie greifbar wir Unsichtbares machen können.Ein großes Dankeschön an alle Teilnehmenden für den Raum, das Vertrauen und den kollegialen Austausch!Die Toolbox für Mitglieder steht zum Download bereit. 📌 𝐒𝐚𝐯𝐞 𝐭𝐡𝐞 𝐃𝐚𝐭𝐞:Am 10. 𝐎𝐤𝐭𝐨𝐛𝐞𝐫 2025 treffen wir uns live in München zur 𝐃𝐁𝐕𝐁-𝐌𝐢𝐭𝐠𝐥𝐢𝐞𝐝𝐞𝐫𝐯𝐞𝐫𝐬𝐚𝐦𝐦𝐥𝐮𝐧𝐠 und feiern den 𝐓𝐚𝐠 𝐝𝐞𝐫 𝐌𝐞𝐧𝐭𝐚𝐥𝐞𝐧 𝐆𝐞𝐬𝐮𝐧𝐝𝐡𝐞𝐢𝐭 mit einem besonderen Programm. 👉 Einladung folgt – aber bitte jetzt schon vormerken!
Burnout bei der Gen Z
Laut einer Untersuchung in Australien leiden 34% der Australier unter Burnout, davon wieder gehören 45% der Generation Z an. Diese Zahl ist alarmierend. Aber auch in Deutschland sieht es nicht besser aus. Bei den unter 30-jährigen stieg in 2022 der Krankenstand von 3,65% im Vorjahr auf 5,18% an. Der wirtschaftliche Schaden, der dadurch entsteht liegt im Milliardenbereich. Doch ist es das wirklich wert? Demnächst finden die ersten Abiturprüfungen in einigen Bundesländern statt. Und unsere Generation Z steht unter gewaltigem Druck: Erwartungen erfüllen, Zukunftsängste, ständige Vergleichbarkeit dank Social Media mit einem nahezu unerreichbaren Ideal – dazu häufig fehlende Coping-Strategien. Wie wird das weitergehen? Wenn diese Generation nun in den Arbeitsmarkt eintritt – wie wird sich das auswirken? Eine Generation, die schon vor dem Beginn einer Karriere ausgebrannt ist, die evtl. sogar psychisch labil ist. Die mentale Gesundheit der Generation Z ist eine wichtige Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft, so wie sie aktuell funktioniert…Zeit, dass sich etwas ändert!
Weltgesundheitstag
Heute ist Weltgesundheitstag. 🌍❤️🩹Der Mensch ist wie die Erde: zu 70 % Wasser, voller Zyklen, sensibel für Ungleichgewicht.Wer seine Ressourcen achtet, bleibt gesund – innerlich wie äußerlich. Burnout-Prävention beginnt mit Bewusstsein.Für dich. Für dein Team. Für unseren Planeten. So wie unsere Erde gepflegt und geschützt werden sollte, so auch wir Menschen. Und dafür braucht es Engagement. Werde auch du Teil der Bewegung für gesunde Arbeit und gesunde Menschen: https://dbvb.org/
BURNOUT: das strukturelle Problem
In der öffentlichen Wahrnehmung wird Burnout immer noch als persönliche Schwäche oder mangelnde Resilienz wahrgenommen. Doch vielfältige Studien zeigen, dass das so nicht korrekt ist. Zwar gibt es Menschen, die aufgrund ihrer Erlebnisse, Physis und Lebensweise leichter für Burnout „empfänglich“ sind als andere. Jedoch steckt meist ein Mix aus systemischen Überforderungen, schlechten Arbeitsbedingungen, Rollenungleichgewichten, chronischem Stress und mangelnder Wertschätzung dahinter. Doch wie können wir zum einen das Bewusstsein in der Gesellschaft mit Burnout als strukturelles Problem schaffen? Und wie können wir erreichen, dass die Gesellschaft die Verantwortung dafür übernimmt und Veränderungen auf den Weg bringt? Das ist die große Frage, die wir uns auch täglich stellen. Der DBVB unterstützt hier schon aktiv durch:– Fortbildung, Zertifizierung von Coaches und Fachkräften– Öffentlichkeitsarbeit– Netzwerkarbeit für psychische Gesundheit Doch dafür ist auch Ihr Zutun gefragt. Sind Sie Coach und haben Klienten, die mit Burnout zu kämpfen haben? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf, denn es ist wichtig, im Austausch zu sein und weitere Schritte zu erarbeiten und zu gehen – gemeinsam.
𝐐𝐮𝐚𝐥𝐢𝐭ä𝐭 𝐬𝐢𝐜𝐡𝐭𝐛𝐚𝐫 𝐦𝐚𝐜𝐡𝐞𝐧. 𝐆𝐞𝐬𝐮𝐧𝐝𝐡𝐞𝐢𝐭 𝐠𝐞𝐬𝐭𝐚𝐥𝐭𝐞𝐧.
Im September 2022 haben wir als Vorstand des DBVB – Deutscher Bundesverband für Burnout-Prävention und Stressbewältigung – gemeinsam Verantwortung übernommen. Unser Ziel: Gesundheit stärken, Qualität sichern, Prävention fördern. Heute – inmitten von „Stapelkrisen“, wachsender Komplexität und Überforderung – ist das Thema aktueller denn je.Gesundheitsprävention ist kein Nice-to-have – sie ist eine Notwendigkeit. Wir setzen uns als Berufsverband für Anbieter:innen, Coaches und Trainer:innen in der Burnout-Prävention dafür ein, dass Qualität erkennbar und greifbar wird – für Unternehmen, Organisationen und jede:n Einzelne:n. 𝐖𝐚𝐬 𝐛𝐞𝐝𝐞𝐮𝐭𝐞𝐭 𝐟ü𝐫 𝐞𝐮𝐜𝐡 𝐑𝐞𝐬𝐢𝐥𝐢𝐞𝐧𝐳 𝐢𝐧 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞𝐧 𝐙𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧?𝐔𝐧𝐝 𝐰𝐨𝐫𝐚𝐧 𝐞𝐫𝐤𝐞𝐧𝐧𝐭 𝐢𝐡𝐫 𝐐𝐮𝐚𝐥𝐢𝐭ä𝐭? Wir freuen uns auf Austausch und Zusammenarbeit mit allen, die Gesundheit neu denken und aktiv gestalten wollen.
Burnout im Generationenvergleich
Der Burnout im Generationenvergleich zeigt: Er ist KEIN neues Phänomen, nur die Ursachen und damit auch die Strategien, damit umzugehen, haben sich verändert: 📌 Babyboomer (geboren 1946–1964)▪️Herausforderungen: Wirtschaftswunder, gesellschaftlicher Wandel, Karrierefokus▪️Stressbewältigung: Arbeiten bis zum Umfallen, Statussymbole, kaum Work-Life-Balance▪️Burnout-Risiko: Erstmalige wissenschaftliche (!) Beschäftigung mit Burnout 📌 Generation X (geboren 1965–1980)▪️Herausforderungen: Umbrüche durch Digitalisierung, erste Work-Life-Balance-Debatten▪️Stressbewältigung: „Work hard, play hard“, Individualismus, Selbstoptimierung▪️Burnout-Risiko: Erste Studien zur psychischen Belastung durch Dauerstress 📌 Generation Y (geboren 1981–1996) – Millennials▪️Herausforderungen: Unsichere Jobmärkte, ständige Erreichbarkeit, Selbstverwirklichung▪️Stressbewältigung: Achtsamkeit, Sinnsuche im Job, erste Burnout-Welle unter jungen Menschen▪️Burnout-Risiko: Sehr hoch – Millennials sprechen erstmals offen über mentale Gesundheit 📌 Generation Z (geboren 1997–2012)▪️Herausforderungen: Social Media, ständiger Vergleich, Klimakrise, prekäre Jobchancen▪️Stressbewältigung: Digital Detox Trends, hohe Werteorientierung, Mental Health Awareness▪️Burnout-Risiko: Alarmierend 🚨– die „Generation Burnout“ kämpft mit massiver Überlastung Dieser Vergleich zeigt, dass der Druck und die Gefahr, einen Burnout zu erleiden, immer enger wird. Dabei leben wir heute in Zeiten, in denen es mehr Möglichkeiten denn je gibt, um das zu ändern. Trotz erhöhtem Bewusstsein sind unsere Kinder immer mehr gefährdet. Mit welchen Herausforderungen die Generation Alpha zu kämpfen haben wird, ist noch nicht abzusehen. Zu welcher Generation gehörst du? Und mit welchen Herausforderungen hast du am meisten zu kämpfen?
Morgen, am 8. März ist der Weltfrauentag! 🌸💜
Und wenn wir ehrlich sind: Keine andere Gruppe ist vom modernen Lebenswandel so stark betroffen wie Frauen – und das spiegelt sich auch in den Zahlen wider:🔹 Seelische Erkrankungen sind bei Frauen häufiger als bei Männern – Sie stellen mittlerweile die dritthäufigste Diagnose bei Frauen dar, während sie bei Männern an fünfter Stelle liegen🔹 Psychische Belastungen im Beruf sind ein großes Problem – Frauen sind oft in betreuenden, pflegenden oder dienstleistungsintensiven Berufen tätig. Diese fordern nicht nur körperlich, sondern setzen auch hohe kommunikative und emotionale Kompetenz voraus🔹 Frauen haben eine hohe Bereitschaft, Verantwortung für Familie und Beruf zu übernehmen – Dies führt häufig zu einer Überlastung, insbesondere wenn sich Anforderungen aus Beruf und Familie überschneiden🔹 Mangelnde soziale Unterstützung verstärkt den Stress – Eine geringe Unterstützung durch Kolleg*innen oder Vorgesetzte, wenig Weiterbildungsmöglichkeiten und hoher Zeitdruck werden von Frauen besonders oft als belastend empfunden📌 Quelle: https://lnkd.in/eCpNEH55 Diese Fakten zeigen: Die mentale Gesundheit von Frauen braucht mehr Aufmerksamkeit – nicht nur am Weltfrauentag, sondern jeden einzelnen Tag im Jahr. 💡 Was können wir tun?🔹 Anerkennung und Wertschätzung – im Beruf, in der Familie, im sozialen Umfeld🔹 Sinnhaftigkeit in der Arbeit – eine erfüllende Aufgabe kann schützen🔹 Stabile soziale Beziehungen – Partnerschaft, Familie, Freundschaften🔹 Zeit für sich selbst – Pausen, Entspannung, Selbstfürsorge Unbezahlte Care-Arbeit, Mental Load, Gender-Pay-Gap, Teilzeitfalle – all das sind keine Randthemen. Sie prägen das Leben vieler Frauen. Heute ist ein guter Tag, um darüber zu sprechen. Und morgen ein noch besserer, um etwas zu ändern.
Glück in Zahlen
Die Gallup Studien sind ein wichtiger Gradmesser für die Entwicklung unserer Gesellschaft. So gibt es auch den World Happiness Report (https://lnkd.in/e9xQmkFM). Und dessen Zahlen sind teilweise alarmierend:▪️ 48% der Arbeitnehmer (weltweit) fühlen sich ausgebrannt, in Deutschland sind es 37%▪️ Negative Emotionen wie Stress und Angst nehmen weltweit zu▪️ Die Lebenszufriedenheit hat in einigen Regionen abgenommen▪️ In Nordamerika ist die Lebenszufriedenheit der jüngeren nun niedriger als die der älteren Generationen, in Deutschland sind beide Altersgruppen etwa gleich zufrieden/unzufrieden▪️ Im globalen Ranking für Lebenszufriedenheit ist Deutschland auf Platz 24 gefallen, in Finnland sind die Menschen am zufriedensten Doch was sagen diese Zahlen?🚨 Während in einigen europäische Ländern die Menschen sehr zufrieden sind, sinkt das Glücksniveau in Nordamerika und Westeuropa, insbesondere bei jungen Menschen.🚨 Burnout ist weltweit auf dem Vormarsch. Fast die Hälfte der Arbeitnehmer fühlen sich ausgebrannt.🚨 Gerade die jungen Menschen, insbesondere junge Frauen sind von den negativen Entwicklungen betroffen. Das zeigt, der moderne (Arbeits)Alltag muss dringend neu gedacht werden ! ✔️ Soziale Verbindungen bilden ein Gegengewicht zum Burnout und sollten daher gestärkt werden✔️ Die Ursachen sind nicht individueller Art, sondern struktureller. So liegt es auch in der Verantwortung der Unternehmen und Gesellschaft, dieser Entwicklung entgegen zu wirken.
Was gefährdet dich?
Wir haben hier bereits einige Arten von Burnout vorgestellt: Sozialer Burnout, Elterlicher Burnout, Disability Burnout, Caregiver Burnout, Idealistischer BurnoutJedoch ist die Zahl der Burnout-Varianten noch weitaus größer: 🔹 Environmental Burnout: entsteht durch Dauerstress aufgrund von Umweltproblemen oder dem Gefühl, nicht genug für den Klimaschutz zu tun.🔹 Digital Burnout: entsteht durch digitale Erreichbarkeit, Multitasking oder zu hohen Technologieeinsatz🔹 Existential Burnout: entsteht durch das ständige Hinterfragen des Lebenssinns oder der Lebensziele, oft verbunden mit Überforderung im Beruf oder im Privatleben🔹 Compassion Fatigue: Eine Form des Burnouts, die vor allem bei Menschen auftritt, die regelmäßig mit Leid und Trauma anderer zu tun haben. Diese Liste ist erweiterbar, z.B. mit dem financial Burnout, dem creative Burnout, Sports Burnout, Academic Burnout. Die Ursachen sind zumeist gleich: Überforderung in einem (Lebens)Bereich kombiniert mit mangelnder Resilienz. Wir haben verlernt, auf unser inneres Schutzsystem zu hören und passen uns lieber den von außen gegebenen Anforderungen an. Der Blick nach innen ist wichtig. Zeit diesen wieder zu lernen.