Wer kennt es nicht? Der Urlaub war erholsam und die Batterien sind wieder voll aufgeladen, doch kaum zurück fühlt es sich an, als hätte man nie frei gehabt. Warum ist das so? Weil der Mensch ein Gewohnheitstier ist und schnell in alte Muster zurückfällt. Den Fehler, den wir alle machen: Wir sehen den Urlaub als DIE Erholung, aber dabei ist es kein „Einmal-Boost“, sondern Erholung will bewusst gepflegt werden. Das bekannte Hamsterrad dagegen wirkt wie eine SchnellENTLadestation. Wie geht es besser? 1️⃣ Langsam anfangen: Nicht wieder mit voller Kraft rein ins Getümmel mit Meetings, Projekten und Co, sondern Prioritäten setzen und langsam wieder reinkommen. 2️⃣ Den Urlaub mit in den Alltag nehmen: Spaziergänge, mehr Schlaf, weniger Bildschirmzeit – alles, was im Urlaub zur Erholung beigetragen hat, auch im Alltag integrieren. 3️⃣ PAUSEN!!! Mikro-Erholung ist nachgewiesen sehr wirksam. Daher öfters mal 5-10 Minuten einfach nichts tun, auch nicht am Smartphone scrollen. 4️⃣ Reflexion nutzen: Im Urlaub kamen bestimmt sinnvolle Gedanken, was wirklich wichtig ist und was nicht. Diese Erkenntnisse zu nutzen und zu pflegen, ist ein Gamechanger. 5️⃣ Grenzen setzen: Klare Regeln und Neins helfen, alte Muster zu durchbrechen. Aber: nicht alles übers Knie brechen. Gewohnheiten langsam um stetig verändern, nicht von heute auf morgen. Urlaub sollte neben einer temporären Erholung vor allem ein Impuls sein, den Alltag gesünder zu gestalten.
Oh, du schöne Ferienzeit
Endlich Ferien! Endlich gemeinsame Zeit mit der Familie: Ausflüge, Lachen, Sonne (sofern das Wetter mitspielt) und Abenteuern. Was auf dem Papier wundervoll klingt, artet in der Realität aber oft in Stress aus und Eltern, die sich schon im normalen Alltag zwischen Arbeit, Familie, Haushalt zerreißen, erleben in Ferienzeiten den absoluten Ausnahmezustand: den PARENTAL BURNOUT. Statt Leichtigkeit erleben sie Erschöpfung, statt Freude nur Schuld, weil sie sich überfordert fühlen. Parental Burnout ist ein Zustand starker, andauernder Erschöpfung im Eltern Sein. Geprägt von der Wissenschaftlerin Moïra Mikolajczak grenzt er sich vom „normalen“ Burnout ab. Wenn elterliche Belastung das eigene Bewältigungspotenzial übersteigt ohne Unterstützung oder Ausgleich. Zudem trifft es eher die engagierten Eltern, die an sich und die Erziehung der Kinder hohe Ansprüche stellen. Die emotionale Erschöpfung als Vater/Mutter zeigt sich u.a. in Distanziertheit oder Gleichgültigkeit gegenüber dem Kinder/den Kindern, in Schuldgefühlen, weil man eben nicht so liebevoll sein kann, Reizbarkeit, Schlafprobleme und psychosomatischen Beschwerden. Ja, Eltern Sein war nie einfach, aber heutzutage ist die Belastung enorm gestiegen. Ein fehlendes familiäres Netzwerk ist heute für viele der Standard, so dass es an ihnen liegt Betreuung, Arbeit, Haushalt und den Mental Load alleine zu stemmen. „Das Dorf“, das es braucht, um ein Kind groß zu ziehen, ist nicht vorhanden. Wir leben vielfach isoliert. Oder generationale Konflikte erschweren ein Miteinander. In der heutigen Zeit werden Eltern schnell mit einem Qualitätssiegel abgestempelt anhand des Verhaltens der Kinder. Doch selten fragt man sich wirklich, was hinter den Kulissen zu bewältigen ist. Wir appellieren daher für mehr Offenheit, respektvollem Umgang, aber auch für mehr Unterstützung von den Eltern. Es ist okay, nicht okay zu sein. Denn Eltern Sein ist eine Aufgabe mit Herz – aber auch mit Grenzen.
Die Kraft der kleinen Glücksmomente
Die neue Studie „Small but certain happiness in daily life: Structure and relations with wellbeing“ von Kazuhisa Miwa, erschienen in Journal of Happiness Studies | Ausgabe 5/2025 untersucht die Idee, dass nicht das große Glück uns vor Überlastung schützt, sondern die kleinen, täglichen Freude. Dabei wurden 14 Arten von kleinen Glücksmomenten identifiziert, wie z.B. Naturerlebnisse, kleine Genüsse, Dankbarkeit, Lachen oder soziale Verbindungen. All diese „small but certain happinesses“ (SCH) steigern nicht nur das Wohlbefinden, sondern wirken nachhaltig präventiv gegen psychische Belastung. Dabei ist besonders relevant, dass all diese SCH sehr leicht zugänglich sind. Es braucht keinen großen Aufwand, um diese zu erleben. Menschen, die regelmäßig kleine Freuden wie die SCH erleben, berichten von mehr Zufriedenheit, weniger Stress und besserer mentaler Stabilität. Die kleinen Impulse können gerade in der Burnout-Prävention eine starke Ressource sein. Unser Appell daher: es braucht nicht immer die radikale Veränderung. Manchmal reicht es, den Fokus zu verschieben. Statt alles in Frage zu stellen, sollte man sich häufiger fragen, was einem gerade, in diesem Moment gut tut, welche kleinen aber wunderschönen Dinge einem ein Lächeln auf das Gesicht zaubern.
Urlaub – und dann?
Endlich Urlaub! Und das zurecht. Abschalten, süßes Nichtstun, Tapetenwechsel – so wichtig und so richtig. ABER: Kaum sind die meisten aus dem Urlaub zurück, wartet schon wieder das alte Muster, das bekannte Hamsterrad der Überforderung darauf in Bewegung gehalten zu werden. Soll es das wirklich gewesen sein? Warum kehren wir zurück in ein System, das uns auslaugt, anstatt etwas zu ändern? Daher hier die Aufforderung: Nutzen Sie die Zeit des Urlaubs nicht nur zum Relaxen, sondern vor allem zur Reflexion. Genießen Sie das Gefühl der Erholung und überlegen sich, was sie nach dem Urlaub tun können, um sich dieses Gefühl möglichst lange zu behalten. Und überlegen Sie sich, was Sie ändern können, um entweder langsam und stetig oder sogar mit einem mutigen Schritt neue Wege in Leben, in dem Arbeit nicht gleichbedeutend mit Stress ist. Jede Veränderung beginnt mit ehrlicher Selbstreflexion – und dafür ist der Abstand im Urlaub eine große Chance. Wie nutzen Sie die Rückkehr aus dem Urlaub?
Wenn Warten krank(er) macht…
Um einen Therapieplatz zu bekommen, warten viele Monate, teils Jahre. Und das gerade in Zeiten, in denen immer mehr Menschen unter Burnout oder Erschöpfungszuständen klagen. Im Schnitt liegt die Wartezeit in Deutschland bei etwas 5,5 Monaten. Für Menschen in einer akuten Belastungssituation ist das zu lange! Denn nicht selten steigt während des Wartens das Risiko für eine Verschlimmerung der Symptome, teilweise endet das dann in einer stationären Behandlung. Umso wichtiger wären Prävention und niedrigschwellige Angebote – durch qualifizierte Coaches und Berater. Angebote, die sofort greifen, bevor gewisse Mechanismen festgefahren sind, die den Betroffenen in einer Abwärtsspirale festhalten. Und genau hier setzt unsere Arbeit an: Wir möchten für Aufklärung sorgen, Prävention fördern und ein Netzwerk qualifizierter Fachkräfte stärken, so dass mehr Sichtbarkeit für mentale Gesundheit gesichert ist. Sie sind Coach oder Berater, spezialisiert auf Burnout? ➡️wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen. Melden Sie sich bei uns ! Sie möchten sich im Rahmen der Burnout-Prävention engagieren? ➡️Um großes zu schaffen, braucht man viele Hände. Sie sind jederzeit willkommen!
Wenn das Wetter zur Belastung wird: HITZESTRESS
Auch wenn es diese Woche kühler war, so stecken uns allen noch die heißen Tage in den Knochen. Bestimmt haben Sie auch schon festgestellt, dass an heißen Tagen die Menschen alle irgendwie etwas kopflos, sogar aggressiv, anders als sonst sind. Extreme Temperaturen wirken sich nicht nur auf unseren Körper aus, sondern haben auch psychische Auswirkungen. Besonders Menschen mit chronischer Erschöpfung oder einem latenten Burnout empfinden heiße Tage als zusätzliche Belastung.Was kann man als Betroffener tun?Hier gelten die klassischen Tipps: für erholsamen Schlaf bei kühler Raumtemperatur sorgen, für eine gute Hydration und Nährstoffversorgung (Elektrolyte!!) sorgen und nach Möglichkeit seine Arbeitsstruktur so anpassen, dass man früh morgens und spät abends, wenn die Temperaturen angenehm sind, arbeitet. Was sollte jeder Arbeitgeber tun?Sorgen Sie für klimatische Arbeitsbedingungen, erweitern Sie die Pausenregelung und seien Sie flexibel. Bieten Sie Ihren Mitarbeitern kostenlose Getränke an. Mentale Gesundheit ist – wie der Begriff vermuten lässt – keine reine Kopfsache. Auch und manchmal besonders sind die äußeren Rahmenbedingungen wie das Wetter entscheidende Faktoren.
Hurra! Endlich Urlaub?
Sommerzeit ist Urlaubszeit. ENDLICH!!!!2 Wochen Erholung pur an einem wunderschönen Ort, gutes Essen, mal keinen Termindruck und die Seele baumeln lassen.ABER! Kaum zurück geht der Stress, den man kurzzeitig verlassen hat, wieder von vorne los. Und wirklich erholt von 2 Wochen Nichtstun ist nicht jeder. Viele erleben gerade im Urlaub echte Tiefs. Wenn der Körper und der Geist mal vermeintlich zur Ruhe kommen dürfen, zeigt sich das Ausmaß der Erschöpfung erst recht. Erholung nur an den Jahresurlaub zu knüpfen ist gefährlich. Wie jede gut geölte Maschine gilt es auch für den Menschen: regelmäßige „Wartung“ erhöht die Lebensdauer. Zudem gilt es zwischen „aktiver“ und „passiver“ Erholung zu unterscheiden, denn nicht jede Art von Nichtstun ist Prävention für einen Burnout:PASSIVE Erholung deckt Tätigkeiten ab wie Schlaf, auf der Couch liegen und fernsehen oder einfach mal „abschalten“. AKTIVE Erholung dagegen sind bewusste Aktivitäten, die Energie geben, Stress abbauen und für mentale Ausgeglichenheit sorgen. Spazierengehen, ein gutes Gespräch, Erlebnisse in der Natur, Meditation und Co. Während passive Erholung zwar gut zur körperlichen Regeneration ist, hat sie ihre Grenzen für die mentale Erholung. Aktive Erholung dagegen stärkt langfristig die psychische Widerstandkraft und fördert emotionale Ausgeglichenheit.
Warum ist Mikro-Erholung so wichtig?
Die berühmte „Erholung am Wochenende“ ist nachwievor für viele DIE Erholungszeit. Arbeitszeitmodelle mit einer 4-Tage-Woche bieten vielversprechende Ergebnisse: mehr Regenerationszeit, weniger Stress. Gleichzeitig sagt uns die Politik, dass wir wieder mehr arbeiten müssen und in vielen Berufen ist eine 4-Tage-Woche schlichtweg nicht möglich. Die einzige Möglichkeit hier: Mikro-Erholung, also bewusste, kurze Pausen von ca. 5-15 Minuten, die gezielt zur Regeneration beitragen. Studien zeigen schon, dass die Mikroerholung das Wohlbefinden wie auch die Konzentrationsfähigkeit steigert. Insbesondere profitieren Menschen in sozialen, pflegenden und beratenden Berufen davon, also Berufe, in denen Burnout-Risiken hoch sind und der Kontakt zu anderen Menschen sehr hoch ist. Wichtig dabei ist jedoch: Eine Mikro-Pause muss eine wirkliche Pause sein. Absolutes abschalten, nicht mal schnell zurücklehnen, Kaffee holen und dabei im Kopf den Tag durchspielen. Und hier liegt die Kunst.
7 Arten von Erholung
Burnout entsteht zum einen durch zu viel Belastung, aber andererseits auch durch zu wenig Erholung. Ruhe ist nicht gleich Ruhe. Oft denken wir bei Erholung nur an Schlafen oder nichts tun. Doch es gibt viel mehr als das. Je besser wir wissen, welche Form wir wirklich brauchen, desto besser können wir vorbeugen. Daher hier 7 Arten von Erholung, die helfen können, mentales Gleichgewicht wieder herzustellen.
🧠Wer hilft denn bei Burnout?
Der DBVB macht sich stark für qualifizierte Angebote – ob aus Coaching, Therapie oder Bildung. Unser Ziel: Aufklären, vernetzen und unterstützen. Daher ist es uns sehr wichtig Klarheit zu schaffen, welche Formen der Hilfe es gibt. Hier daher ein Überblick über verschiedene Berufsbezeichnungen, die bei Burnout unterstützen können: Psychotherapeut*in (approbiert)– Medizinisch und wissenschaftlich ausgebildet– Führt Psychotherapie nach dem Psychotherapeutengesetz durch– Diagnostiziert und behandelt psychische Erkrankungen inkl. Burnout-Folgestörungen (z. B. Depression)– Kassenzulassung (in der Regel) – Behandlungen sind erstattungsfähig– Zugang meist über Wartezeiten (bis zu mehrere Monate) Psychiater*in– Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (mit Medizinstudium)– Kann zusätzlich zur Psychotherapie auch Medikamente verschreiben– Zuständig bei schwereren Verläufen oder Komorbiditäten (z. B. Burnout + Depression + Angststörung) Psycholog*in– Studium der Psychologie, jedoch ohne therapeutische Approbation– Kann in der Beratung, Diagnostik und Prävention arbeiten– Kein heilkundlicher Anspruch, keine Psychotherapie im engeren Sinne Heilpraktiker*in für Psychotherapie– Staatlich zugelassene Tätigkeit mit eingeschränkter Heilerlaubnis für psychotherapeutische Verfahren– Können auch alternative Methoden nutzen– Häufig kürzere Wartezeiten, Selbstzahlerbasis Coach (z. B. zertifizierte Burnout-Coaches)– Fokus auf Prävention, Ressourcenstärkung, Lebens- und Berufsberatung– Unterstützt bei Stressbewältigung, Neuorientierung und Work-Life-Balance– Keine Diagnostik oder Behandlung im medizinischen Sinne– Oft niedrigschwelliger Zugang, praxisorientiert, lösungsfokussiert Wozu gibt es so verschiedene Angebote?Weil je nach Situation unterschiedliche Wege passend sein können. Hier gibt es keine pauschalen Empfehlungen. Denn es muss nicht nur die Berufsbezeichnung für die jeweilige Situation passen, sondern auch der Mensch dahinter.