Vom 1.–24. Dezember öffnen wir täglich ein Türchen – mit kurzen Impulsen für Herz, Kopf & Nervensystem: Dankbarkeits-Rituale, Mikro-Übungen (z. B. PERMA, R.A.P.I.D.), Geh- und Flammenmeditation, „9 Minuten Klarheit“, Zitate, kleine gute Taten und ein Weihnachtsimpuls am 24.12. Warum wir das tun?Weil kleine, regelmäßige Pausen Verbundenheit stärken, Stress regulieren und Resilienz fördern. Prävention beginnt im Alltag – niedrigschwellig, stigmafrei, gemeinsam. So machst du mit:🎁 Folgen & Benachrichtigungen aktivieren🎁 Jeden Tag 1–3 Minuten mitmachen🎁 Gern Kolleg:innen markieren und eure Mini-Rituale teilen 👉 Am 1.12. geht’s los. Wir freuen uns, den Advent mit euch achtsam zu gestalten.
Von Schätzen und Funkeln – ein Adventskalender als tägliche Mini-Pause für Herz & Kopf
Wir empfehlen aus Herzensgründen den Kalender „Der Andere Advent 2025/26“ des ökumenischen Vereins Andere Zeiten (Hamburg). Vom Vorabend des 1. Advents (29.11.) bis Dreikönig (06.01.) lädt er jeden Tag zu einem kurzen Impuls ein – ein kleines Ritual, das Verbundenheit, Staunen und Sinn stärkt. Genau diese Qualitäten sind Schutzfaktoren gegen Erschöpfung. Inhaltliche Highlights: 🎄 Sonntage unter dem Leitwort aus der Weihnachtsgeschichte: „Und sie holten ihre Schätze hervor.“ 🎄 Wochentags-Geschichten u. a. zu Sophie Scholl, einem 700 Jahre alten Fresko, menschlichen Grenzen & himmlischer Weite. 🎄 Autor:innen-Mix von Hannah Arendt, Joachim Meyerhoff, Bruce Springsteen, Julia Engelmann, Blaise Pascal bis zu neuen Stimmen – begleitet von starken Bildern (inkl. Nikolaus-Überraschung). 🎄 Tägliche Online-Impulse & ein digitales Gästebuch auf anderezeiten.de. Warum empfehlen wir ihn (Werbung ohne Auftrag)? Weil kleine, regelmäßige Pausen – Lesen, Innehalten, Teilen – nachweislich Resilienz fördern. Der Andere Advent ist kein Konsumgut, sondern ein Anstoß für Miteinander. Weitere Informationen und Kaufmöglichkeit: https://www.anderezeiten.de/mediathek/infos-zum-anderen-advent-2025/
Einsamkeit im Job
Zwischen zwei Calls, der Cursor blinkt – und plötzlich fühlt sich Arbeit sehr leise an. Nicht weil niemand da ist, sondern weil Verbundenheit fehlt. Zwei aktuelle Quellen zeigen, wie verbreitet Einsamkeit im Job ist – und wo Unternehmen ansetzen müssen. – 36 % der Beschäftigten fühlen sich bei der Arbeit allein, bei Führungskräften 50 %, im Top-Management 75 %. – Homeoffice per se ist nicht das Problem: 16 % (Homeoffice) vs. 14 % (nur Büro). Was vielen fehlt, ist echter Austausch. Es fehlt vielen der Austausch. Und dieser ist so wichtig. Denn neben einem Gefühl der Verbundenheit ist dieser auch Gedankenhygiene, die wir dringend benötigen. Tempo, Verantwortung, ständige Erreichbarkeit und ein täglicher Dateninput, den unsere Vorfahren vor 100 Jahren nicht mal in einem Jahr hatten, drängen uns in eine Rolle des Funktionierens und des Performens. Wo dürfen wir denn noch Mensch sein, wenn nicht im Miteinander? Einsamkeit ist kein persönliches Versagen. Sie ist ein Signal, unsere Zusammenarbeit menschlicher zu gestalten. (Quellen: https://de.indeed.com/news/releases/deutsche-f%C3%BChrungskr%C3%A4fte-sind-einsam; https://www.tk.de/presse/themen/praevention/gesundheitsstudien/einsamkeit-im-homeoffice-2191384?tkcm=ab)
Film-Empfehlung: Formen moderner Erschöpfung
Der Film „Formen moderner Erschöpfung“ verbindet dokumentarische Beobachtung und Spielfilm und zeigt dabei, wie nah Kunst und Realität beieinanderliegen. Gedreht wurde er in der Klinik Dr. Barner im Harz, in der seit über 100 Jahren erschöpfte Menschen Ruhe und Heilung suchen. Der Film macht sichtbar, was wir vom DBVB täglich sehen: Erschöpfung hat Geschichte, Struktur und Folgen für Arbeit und Gesellschaft. Moderne Erschöpfung ist kein individuelles Versagen, sondern entsteht aus Strukturen, die uns die Gesellschaft vorgibt. Entstigmatisierung und frühe Hilfe sind entscheidend, zudem braucht Prävention ein System. 👉 Den Trailer kann man sich schon jetzt ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=MKLwfXcY2Y0 🎥 Kinostart ist am 13.11.2025
Einsamkeit: Ein unterschätztes Risiko für Gesundheit, Arbeitswelt und Demokratie
Aktuelle Daten aus dem Einsamkeitsbarometer 2024 (BMFSFJ) zeigen: Der Pandemie-Peak ist vorbei, aber die Lage bleibt ernst. einsamkeitsbarometer-2024-data Was wir im DBVB fordern: Einsamkeit entstigmatisieren, früh erkennen, Prävention systemisch verankern – in Unternehmen, Kommunen und der Gesundheitsversorgung. (Quelle: Einsamkeitsbarometer 2024, BMFSFJ/Kompetenznetz Einsamkeit.)
Noch nie so leer…
Alexander Zverev, der Weltklasse-Tennisspieler, hat sich vor ein paar Monaten nach seinem Wimbledon-Aus mit einer wichtigen Botschaft geäußert: Einsamkeit ist ein Risikofaktor für mentale Gesundheit. Als Leistungssportler ist sein Alltag natürlich nicht alltäglich. Stundenlange Trainings, ein Leben aus dem Koffer, wechselnde Hotelzimmer, etc. Jedoch wenn der Trubel rund um Schläger und Ball mal verstummt, dann zeigt sich der Preis dieses Lebens: Einsamkeit. Einsamkeit ist kein Promi-Problem, sondern ein Arbeitswelt-Thema: Remote-Strukturen, permanente Verfügbarkeit, Rollenbilder von „High Performer:innen“. Zverevs Offenheit macht sichtbar, was viele spüren, aber selten sagen: Leistung und Verbundenheit bedingen einander. Wo Beziehungen verarmen, bröckelt Widerstandskraft – auf dem Centre Court wie im Büro. Auch und gerade Ältere, die entweder keine Familie haben oder deren Familie weit weg wohnt, tun sich oft schwer, neue soziale Kontakte zu knüpfen, wenn das alte Umfeld sich rar macht. Die Corona-Zeit hat dieses Problem zum ersten Mal sichtbar gemacht und auch ein Bewusstsein dafür geschaffen. Aber leider noch immer wenig Lösung.
Tag der mentalen Gesundheit am 10. Oktober 2025
Zuversicht braucht Raum: Was stärkt uns in bewegten Zeiten?Am 10. Oktober laden wir, der Deutsche Bundesverband für Burnout-Prävention (DBVB), gemeinsam mit Partnern und Mitgliedern zu einem inspirierenden Nachmittag nach München ein. Unter dem Dreiklang MENSCH – RAUM – SYSTEM gehen wir der Frage nach:➡️ Wie können wir mentale Gesundheit stärken?➡️ Welche Räume geben Halt und fördern Wohlbefinden?➡️ Wie gelingt ein Kulturwandel in Gesellschaft & Unternehmen? Die Besucher:innen erwartet:✨ Impulse & Vorträge zu Resilienz, Achtsamkeit, Leadership und Ernährung✨ Barcamp-Sessions & interaktive Angebote✨ Ausstellungen von Expert:innen und Organisationen✨ Zeit für Austausch, Inspiration & Begegnung 👥 Eingeladen sind alle, die mentale Gesundheit fördern wollen:Coaches, Therapeut:innen, HR-Profis, Führungskräfte, Unternehmen, soziale Träger, Familienmenschen & Zukunftsgestalter:innen. 📅 10. Oktober 2025📍 München 👉 Sei dabei und gestalte mit uns Räume für Zuversicht und mentale Gesundheit!Anmeldung unter: https://lnkd.in/ebM4eCHJ
Warum Burnout-Prävention Chefsache ist
Burnout wird zumeist immer noch als individuelles Problem gesehen. „XY ist einfach nicht belastbar…“ – Doch die Wahrheit ist: Burnout entsteht nicht, weil Menschen zu schwach sind, sondern weil Strukturen zu belastend sind. Und hier kommt die Führung ins Spiel. Warum sollten also Führungskräfte mit gutem Beispiel voran gehen? 1. Sie prägen das Klima in einem Unternehmen und setzen Standards für Kommunikation, Erwartungen und Umgang mit Stress. Wenn der Chef vorlebt, dass Überstunden bis spät abends normal sind, setzt das seine Mitarbeiter unter Druck. 2. Der Obstkorb oder Yogakurs helfen nicht, wenn die Grundhaltung weiterhin „schneller, weiter, höher“ ist. Nachhaltige Prävention entsteht durch gesunde Strukturen und Vorbilder. 3. Wenn Führungskräfte Grenzen setzen (z.B. Pausen nehmen, Urlaub machen), dann wird das Team diesem Beispiel folgen. Authentisches Verhalten ist immer stärker als jede Firmenpolitik. 4. Gesunde Teams sind produktiver, motivierter und loyaler. Wichtige Faktoren für diese Zeit. Burnout-Prävention ist nicht nur Menschlichkeit, sondern auch ein Erfolgsfaktor fürs Unternehmen. Burnout-Prävention ist Führungsaufgabe – und ein Investment in Menschen, Motivation und Unternehmenserfolg.
Lieber unglücklich als unsicher? – Warum wir so oft im Alten verharren
„Das bekannte Unglück fühlt sich manchmal sicherer an als das unbekannte Glück.“- Für viele Menschen ist dieser Spruch der Schlüssel zum Schloss ihres Hamsterrads, in dem sie gefangen sind. Aber ist es wirklich so einfach? Mutig sein, etwas neues wagen und alles wird gut? Ja, viele Menschen harren lieber in einer ungesunden Situation aus – im Job, in Beziehungen, im Lebensstil. Denn Veränderung kostet Kraft und wer schon zu lange in einem toxischen Kreislauf gefangen ist, hat diese oft nicht mehr. Versuche, einen Befreiungsschlag zu wagen, sind unter Umständen schon öfters gescheitert. Wir Menschen sind einfach Gewohnheitstiere. Gleichzeitig bedeutet ein Neuanfang – selbst ein positiver – Stress. Neue Routinen, Erwartungen, Unsicherheiten. Das ist Stress. Während jedoch das alte Umfeld ein dauerhafter Stressfaktor ist, bietet die Veränderung die Chance, dass der neue Stress nur temporär ist. Er ist eine Investition in die Zukunft. Wann haben Sie zuletzt einen Neuanfang gewagt?
🌍Mehr als 1 Milliarde Menschen – eine stille Krise der mentalen Gesundheit
Die WHO hat in ihrem Mental Health Atlas alarmierende Zahlen veröffentlicht: ➡️ Weltweit lebt fast jeder siebte Mensch mit einer psychischen Störung, das sind mehr als 1 Milliarde Menschen. ➡️ Depressionen und Angstzustände machen ca. 2/3 dieser Fälle aus ➡️ In 1 von 100 Todesfällen (also 1%) ist Suizid die Todesursache, auf jeden Suizid kommen 20 Suizidversuche ➡️ Nur 9% 🚨 der Betroffenen erhalten eine angemessene Behandlung ➡️ In einkommensschwachen Ländern gibt es oft nur 1 Fachperson für mentale Gesundheit pro 100.000 Einwohner – in wohlhabenden sind es 60. Was schließen wir daraus? Psychische Probleme sind keine Randerscheinung, sondern eine globale Gesundheitskrise. Versorgungslücken gibt es in jedem Land. Die Prävention, Aufklärung und der Abbau von Stigmatisierung sind entscheidend, wenn diese Zustände verbessert werden wollen. Wir als DBVB setzen uns seit unserer Gründung dafür ein, für Burnout und andere psychische Belastungen zu sensibilisieren, Hilfsangebote transparent zu machen und Fachkräfte zu vernetzen. Denn mentale Gesundheit DARF kein Luxus sein, sie ist die Basis für eine gesunde und stabile Gesellschaft. Quelle: https://iris.who.int/bitstream/handle/10665/382452/9789240114487-eng.pdf