Zwischen Geschenkpapier, E-Mails, Weihnachtsshopping, Verkehrschaos und der inneren Stimme, die ruft: „Mach schneller aber bitte perfekt“ merke ich mitten im Advent:Von Besinnung ist das hier weit entfernt.Genau dann beginnt mein kleinstes Adventsritual: Ich lasse für einen Moment alles liegen, zünde eine Kerze an, lege eine Hand aufs Herz und atme drei Mal tief ein und aus.Drei Atemzüge lang nur dieses kleine Licht, das still brennt, während To-do-Liste und Perfektionsanspruch im Hintergrund noch kurz Theater machen – und langsam leiser werden.Ich denke an die erste Weihnacht: ein Stall, Stroh, Improvisation. Kein Hochglanz, nur „gerade genug“ – und genau dort kam Licht in die Welt.Dieser Gedanke ist für mich wie ein leises Gebet: Ich muss nichts perfekter machen, damit Liebe mich findet. Dann sehe ich das Chaos um mich herum, schmunzle und fühle mich leichter. Das schenkt mir Zuversicht für alles Kommende. Petra zeigt, wie heilsam ein Mini-Ritual sein kann: eine Kerze, drei Atemzüge, eine Hand aufs Herz.So einfach – und doch so wirkungsvoll. Wenn der innere Perfektionsdruck laut wird, darfst du dich daran erinnern: Stille entsteht nicht durch Leistung, sondern durch Präsenz.
🎁 TÜRCHEN 3 – „Der Plan der Ablenkung“
Dieser poetische Text von Philip Dietl führt uns mitten hinein in die Vorweihnachtszeit – und gleichzeitig hinaus aus ihr: 🗓️ Es ist Dezember 2025.Die Städte leuchten, die Menschen eilen – und irgendwo zwischen Glühwein, Bestellungen und Terminen sucht ein Herz nach einem Moment des Friedens.Wieder ruft der alte Geist seine Diener zusammen und spricht: „Der Monat der Stille beginnt. Doch sie werden ihn nicht hören, wenn wir sie im Glanz der Dinge halten.“ Ein Murmeln geht durch die Reihen. „Wie sollen wir das tun?“ fragt einer. Und der Alte lächelt. 🎁 Der Plan„Lasst sie glauben, Weihnachten sei ein Gefühl, das man finden muss. Lasst sie suchen – in Läden, in Bildern, in Erinnerungen. Gebt ihnen Lichter in jeder Straße, damit sie das eigene Leuchten übersehen. Füllt ihre Tage mit Angeboten, Einladungen und Pflichten, bis ihr Herz überläuft – aber nicht vor Freude. Schenkt ihnen Musik, die sie begleitet, doch keine Stille, die sie berührt.Lasst sie Fotos von Kerzen posten, aber nie in ihrem Licht verweilen.Lasst sie Geschenke kaufen, aber vergessen, sich selbst zu schenken: Zeit, Zuwendung, ein ehrliches Wort.“ 🕯️ Das leise GegenlichtUnd während die Welt in Bewegung ist, gibt es diesen einen Moment.Jemand hält inne. Vielleicht auf dem Heimweg, zwischen Einkaufstüten und Gedanken. Vielleicht beim Blick in eine Flamme. Vielleicht, wenn zwei Menschen einander in die Augen sehen und plötzlich verstehen, dass Frieden kein Zustand ist – sondern eine Begegnung. In diesem Augenblick wird das eigene Strahlen sichtbar und spürbar. Sanft. Wahr. Unaufdringlich. Es erinnert daran, dass Stille nicht Abwesenheit ist, sondern Anwesenheit – von Herz zu Herz. 💫 Wenn du magstDann wird es geschehen. Wenn du dein Herz öffnest. Wenn du einem Menschen vergibst. Wenn du den Mut findest, eine alte Wunde zu heilen oder ein ehrliches Wort zu sprechen. Wenn du dich traust, still zu werden – mitten im Lärm der Welt. Denn in dir brennt das Licht, das keine Kerze ersetzen kann. Das Licht, welches immer brennt und wächst, sobald du es teilst. Und so wird Weihnachten geschehen – nicht irgendwann, sondern in dir – JETZT. Wenn der äußere Trubel uns fesselt, erinnert uns dieser Impuls daran, dass Stille kein Ort, sondern ein innerer Zustand ist. Vielleicht findest du heute eine Minute, um kurz stehen zu bleiben. Und zu hören, was in dir still wird.
🎁 TÜRCHEN 2 – Giving Tuesday: Gutes Tun stärkt dich
Geben aktiviert unser Belohnungssystem, reduziert Stress und stärkt Zugehörigkeit. Passend also zum heutigen Hashtag#givingtuesdayDE:https://givingtuesday.de/ Unsere Einladung an dich: Unterstütze heute bewusst jemanden – klein oder groß. Jede Geste zählt.
🎁 TÜRCHEN 1 – Christa Fellner: Die Kraft der Dankbarkeit
Dankbarkeit stärkt Resilienz, Herzfrequenzvariabilität und emotionale Stabilität. Ein Moment des Innehaltens kann genügen, um das Nervensystem zu beruhigen. Unser Mini-Impuls für heute: Wofür bist du heute dankbar – ein Gedanke, ein Mensch, ein Augenblick?
✨ Ab nächster Woche: Der DBVB-Adventskalender 2025
Vom 1.–24. Dezember öffnen wir täglich ein Türchen – mit kurzen Impulsen für Herz, Kopf & Nervensystem: Dankbarkeits-Rituale, Mikro-Übungen (z. B. PERMA, R.A.P.I.D.), Geh- und Flammenmeditation, „9 Minuten Klarheit“, Zitate, kleine gute Taten und ein Weihnachtsimpuls am 24.12. Warum wir das tun?Weil kleine, regelmäßige Pausen Verbundenheit stärken, Stress regulieren und Resilienz fördern. Prävention beginnt im Alltag – niedrigschwellig, stigmafrei, gemeinsam. So machst du mit:🎁 Folgen & Benachrichtigungen aktivieren🎁 Jeden Tag 1–3 Minuten mitmachen🎁 Gern Kolleg:innen markieren und eure Mini-Rituale teilen 👉 Am 1.12. geht’s los. Wir freuen uns, den Advent mit euch achtsam zu gestalten.
Von Schätzen und Funkeln – ein Adventskalender als tägliche Mini-Pause für Herz & Kopf
Wir empfehlen aus Herzensgründen den Kalender „Der Andere Advent 2025/26“ des ökumenischen Vereins Andere Zeiten (Hamburg). Vom Vorabend des 1. Advents (29.11.) bis Dreikönig (06.01.) lädt er jeden Tag zu einem kurzen Impuls ein – ein kleines Ritual, das Verbundenheit, Staunen und Sinn stärkt. Genau diese Qualitäten sind Schutzfaktoren gegen Erschöpfung. Inhaltliche Highlights: 🎄 Sonntage unter dem Leitwort aus der Weihnachtsgeschichte: „Und sie holten ihre Schätze hervor.“ 🎄 Wochentags-Geschichten u. a. zu Sophie Scholl, einem 700 Jahre alten Fresko, menschlichen Grenzen & himmlischer Weite. 🎄 Autor:innen-Mix von Hannah Arendt, Joachim Meyerhoff, Bruce Springsteen, Julia Engelmann, Blaise Pascal bis zu neuen Stimmen – begleitet von starken Bildern (inkl. Nikolaus-Überraschung). 🎄 Tägliche Online-Impulse & ein digitales Gästebuch auf anderezeiten.de. Warum empfehlen wir ihn (Werbung ohne Auftrag)? Weil kleine, regelmäßige Pausen – Lesen, Innehalten, Teilen – nachweislich Resilienz fördern. Der Andere Advent ist kein Konsumgut, sondern ein Anstoß für Miteinander. Weitere Informationen und Kaufmöglichkeit: https://www.anderezeiten.de/mediathek/infos-zum-anderen-advent-2025/
Einsamkeit im Job
Zwischen zwei Calls, der Cursor blinkt – und plötzlich fühlt sich Arbeit sehr leise an. Nicht weil niemand da ist, sondern weil Verbundenheit fehlt. Zwei aktuelle Quellen zeigen, wie verbreitet Einsamkeit im Job ist – und wo Unternehmen ansetzen müssen. – 36 % der Beschäftigten fühlen sich bei der Arbeit allein, bei Führungskräften 50 %, im Top-Management 75 %. – Homeoffice per se ist nicht das Problem: 16 % (Homeoffice) vs. 14 % (nur Büro). Was vielen fehlt, ist echter Austausch. Es fehlt vielen der Austausch. Und dieser ist so wichtig. Denn neben einem Gefühl der Verbundenheit ist dieser auch Gedankenhygiene, die wir dringend benötigen. Tempo, Verantwortung, ständige Erreichbarkeit und ein täglicher Dateninput, den unsere Vorfahren vor 100 Jahren nicht mal in einem Jahr hatten, drängen uns in eine Rolle des Funktionierens und des Performens. Wo dürfen wir denn noch Mensch sein, wenn nicht im Miteinander? Einsamkeit ist kein persönliches Versagen. Sie ist ein Signal, unsere Zusammenarbeit menschlicher zu gestalten. (Quellen: https://de.indeed.com/news/releases/deutsche-f%C3%BChrungskr%C3%A4fte-sind-einsam; https://www.tk.de/presse/themen/praevention/gesundheitsstudien/einsamkeit-im-homeoffice-2191384?tkcm=ab)
Film-Empfehlung: Formen moderner Erschöpfung
Der Film „Formen moderner Erschöpfung“ verbindet dokumentarische Beobachtung und Spielfilm und zeigt dabei, wie nah Kunst und Realität beieinanderliegen. Gedreht wurde er in der Klinik Dr. Barner im Harz, in der seit über 100 Jahren erschöpfte Menschen Ruhe und Heilung suchen. Der Film macht sichtbar, was wir vom DBVB täglich sehen: Erschöpfung hat Geschichte, Struktur und Folgen für Arbeit und Gesellschaft. Moderne Erschöpfung ist kein individuelles Versagen, sondern entsteht aus Strukturen, die uns die Gesellschaft vorgibt. Entstigmatisierung und frühe Hilfe sind entscheidend, zudem braucht Prävention ein System. 👉 Den Trailer kann man sich schon jetzt ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=MKLwfXcY2Y0 🎥 Kinostart ist am 13.11.2025
Einsamkeit: Ein unterschätztes Risiko für Gesundheit, Arbeitswelt und Demokratie
Aktuelle Daten aus dem Einsamkeitsbarometer 2024 (BMFSFJ) zeigen: Der Pandemie-Peak ist vorbei, aber die Lage bleibt ernst. einsamkeitsbarometer-2024-data Was wir im DBVB fordern: Einsamkeit entstigmatisieren, früh erkennen, Prävention systemisch verankern – in Unternehmen, Kommunen und der Gesundheitsversorgung. (Quelle: Einsamkeitsbarometer 2024, BMFSFJ/Kompetenznetz Einsamkeit.)
Noch nie so leer…
Alexander Zverev, der Weltklasse-Tennisspieler, hat sich vor ein paar Monaten nach seinem Wimbledon-Aus mit einer wichtigen Botschaft geäußert: Einsamkeit ist ein Risikofaktor für mentale Gesundheit. Als Leistungssportler ist sein Alltag natürlich nicht alltäglich. Stundenlange Trainings, ein Leben aus dem Koffer, wechselnde Hotelzimmer, etc. Jedoch wenn der Trubel rund um Schläger und Ball mal verstummt, dann zeigt sich der Preis dieses Lebens: Einsamkeit. Einsamkeit ist kein Promi-Problem, sondern ein Arbeitswelt-Thema: Remote-Strukturen, permanente Verfügbarkeit, Rollenbilder von „High Performer:innen“. Zverevs Offenheit macht sichtbar, was viele spüren, aber selten sagen: Leistung und Verbundenheit bedingen einander. Wo Beziehungen verarmen, bröckelt Widerstandskraft – auf dem Centre Court wie im Büro. Auch und gerade Ältere, die entweder keine Familie haben oder deren Familie weit weg wohnt, tun sich oft schwer, neue soziale Kontakte zu knüpfen, wenn das alte Umfeld sich rar macht. Die Corona-Zeit hat dieses Problem zum ersten Mal sichtbar gemacht und auch ein Bewusstsein dafür geschaffen. Aber leider noch immer wenig Lösung.