Herbst ist Erntezeit. Für viele landwirtschaftliche Betriebe bedeutet das: lange Tage, wenig Spielraum und Arbeit, die sich nicht einfach auf morgen verschieben lässt.
Doch die Belastung in der Landwirtschaft geht weit über arbeitsintensive Wochen hinaus.
Ein aktueller Beitrag des SRF zeigt: Das Burnout-Risiko bei Schweizer Landwirt:innen liegt bei knapp 12 Prozent – und damit etwa doppelt so hoch wie im Schweizer Durchschnitt.
Warum? Da kommen viele Faktoren zusammen:
Lange Arbeitszeiten. Wirtschaftlicher Druck. Bürokratie. Wetter und Ernteerträge, die sich nicht kontrollieren lassen. Verantwortung für Tiere, Betrieb und häufig die eigene Familie. Dazu gesellschaftliche Erwartungen und teilweise fehlende Wertschätzung.
Und etwas, das in vielen anderen Berufen selbstverständlich ist, fehlt häufig:
Abstand.
Wer auf seinem Hof lebt und arbeitet, kann die Bürotür nicht unbedingt schließen und nach Hause fahren.
Arbeit, Familie, Vermögen und wirtschaftliche Existenz befinden sich am selben Ort.
Genau deshalb ist Landwirtschaft ein gutes Beispiel dafür, warum Burnout-Prävention systemisch gedacht werden muss.
Denn wo Belastungen strukturell entstehen, reicht der Hinweis auf Selbstfürsorge und Resilienz nicht aus.
Es braucht erreichbare Beratungs- und Unterstützungsangebote, Entlastungsmöglichkeiten und vor allem eine Kultur, in der es möglich ist, frühzeitig zu sagen: „Es wird mir zu viel.“
Nicht erst, wenn gar nichts mehr geht.
Vielleicht sollten wir gerade in der Erntezeit deshalb nicht nur darüber sprechen, was unsere Landwirtschaft leistet.
Sondern auch darüber, wer diese Leistung jeden Tag trägt.
Quelle/Inspiration: https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/schweizer-bauern-unter-druck-burnout-auf-dem-bauernhof-wenn-die-last-des-hofs-zu-schwer-wird
Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell geprüft.
