Wer im Schichtdienst arbeitet, kennt dieses Gefühl:
Man schläft – und wacht trotzdem erschöpft auf.
Man versucht, sich am freien Tag zu erholen – und fühlt sich dennoch nicht richtig ausgeschlafen.
Oft wird das als mangelnde Belastbarkeit interpretiert.
Dabei zeigt die Chronobiologie etwas anderes.
Unser Körper folgt einem natürlichen 24-Stunden-Rhythmus – dem zirkadianen Rhythmus. Er steuert unter anderem Schlaf, Hormonhaushalt, Körpertemperatur, Konzentration und Stoffwechsel.
Schichtarbeit bedeutet häufig, gegen genau diesen biologischen Takt zu leben.
Die Folgen können weit über Müdigkeit hinausgehen:
• dauerhaft gestörter Schlaf
• eingeschränkte Regeneration
• höhere Stressbelastung
• Konzentrations- und Leistungsabfall
• langfristig ein erhöhtes Risiko für körperliche und psychische Erkrankungen
Besonders betroffen sind Berufsgruppen, auf die unsere Gesellschaft täglich angewiesen ist:
Pflegekräfte.
Ärztinnen und Ärzte.
Rettungsdienste.
Polizei.
Feuerwehr.
Beschäftigte in der Industrie und Produktion.
Sie leisten unverzichtbare Arbeit – oft zu Zeiten, in denen ihr Körper eigentlich auf Erholung eingestellt ist.
Deshalb greift Burnout-Prävention zu kurz, wenn sie ausschließlich auf individuelle Resilienz setzt.
Nicht jede Erschöpfung lässt sich durch bessere Zeitplanung oder mehr Motivation lösen.
Manchmal braucht es vor allem eines:
Arbeitsbedingungen, die biologische Grenzen ernst nehmen.
Dazu gehören beispielsweise gut gestaltete Schichtsysteme, ausreichend Regenerationszeiten, eine gesundheitsförderliche Führungskultur und das Bewusstsein, dass Leistungsfähigkeit nicht rund um die Uhr gleich bleibt.
Denn wir sind keine Maschinen.
Wir arbeiten im Rhythmus unserer Biologie.
Und genau deshalb sollte Prävention diesen Rhythmus mitdenken.
Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell geprüft.
