Bevor KPIs kippen, kippt oft die Stimmung. Denn wenn Menschen innerlich kündigen, geschieht das selten von heute auf morgen.


Es beginnt meist viel früher:
Ideen, die nicht mehr ausgesprochen werden.
Fragen, die lieber für sich behalten werden.
Fehler, die vertuscht statt besprochen werden.
Meetings, in denen alle nicken – und niemand wirklich sagt, was er denkt.

Genau hier beginnt ein Thema, das in den letzten Jahren immer mehr Aufmerksamkeit erhält: 𝐩𝐬𝐲𝐜𝐡𝐨𝐥𝐨𝐠𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐒𝐢𝐜𝐡𝐞𝐫𝐡𝐞𝐢𝐭.

Der Begriff geht auf die Forschungsarbeiten von Amy Edmondson zurück und beschreibt ein Arbeitsumfeld, in dem Menschen ohne Angst vor Bloßstellung, Abwertung oder negativen Konsequenzen ihre Meinung äußern können.

Psychologische Sicherheit bedeutet nicht, dass immer Harmonie herrscht.
Sie bedeutet, dass Menschen
✔ Fragen stellen dürfen
✔ Unsicherheiten ansprechen können
✔ Fehler offen besprechen können
✔ Kritik äußern dürfen
✔ unterschiedliche Perspektiven einbringen können

Gerade in Zeiten hoher Veränderung wird das zunehmend zum Erfolgsfaktor.

Denn dort, wo Menschen sich nicht sicher fühlen, entstehen oft die ersten Warnsignale lange bevor Kennzahlen auffällig werden:
• weniger Initiative
• weniger Kreativität
• weniger Austausch
• mehr Rückzug
• mehr Zynismus
• mehr innere Kündigung

Deshalb lohnt sich für Führungskräfte eine einfache Frage:
👉 Würden meine Mitarbeitenden mir heute widersprechen, wenn sie anderer Meinung wären?

Die Antwort darauf sagt oft mehr über die Gesundheit einer Organisation aus als viele Reports und Dashboards.
Burnout-Prävention beginnt nicht erst bei Erschöpfung.
Sie beginnt dort, wo Menschen den Mut haben, ehrlich zu sprechen.

DBVB – Deutscher Bundesverband für Burnout-Prävention e.V.

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