Gerade aus dem Urlaub zurück – und schon wieder urlaubsreif?

Der Kalender ist voll. Das E-Mail-Postfach auch. Der Wecker klingelt wieder früh und nach wenigen Arbeitstagen fühlt sich die Erholung erstaunlich weit weg an.

Dieses Phänomen wird häufig als Post-Holiday-Blues bezeichnet.

Und gerade jetzt, wenn viele Menschen aus dem Sommerurlaub zurückkehren, dürfte es einigen bekannt vorkommen.

Zunächst einmal: Dass der Wiedereinstieg schwerfällt, ist nicht ungewöhnlich. Im Urlaub verändern sich Schlafrhythmus, Tagesstruktur und Anforderungen. Wir haben häufig mehr Zeit für Dinge, die im Alltag zu kurz kommen – Bewegung, soziale Kontakte, Natur, Schlaf oder schlicht Nichtstun.

Und dann: zurück auf Anfang.

Was wir aus Sicht der Burnout-Prävention daran interessant finden, ist deshalb weniger das kleine Stimmungstief nach dem Urlaub.

Sondern die Frage:

Warum verschwindet unsere Erholung manchmal so unglaublich schnell?

Vielleicht lohnt es sich, den Post-Holiday-Blues nicht nur als lästige Begleiterscheinung des Urlaubs zu betrachten, sondern auch als kleinen Realitätscheck.

Was genau fehlt mir jetzt?

Ist es wirklich nur Sonne, Meer und Ausschlafen?

Oder fehlen mir im normalen Alltag Zeit, Ruhe, Bewegung, Selbstbestimmung und echte Erholungsphasen?

Natürlich kann kein Arbeitsalltag ein Dauerurlaub sein.

Arbeit darf anstrengend sein. Termine gehören dazu. Und auch nach drei Wochen am Meer wartet zu Hause wieder die Waschmaschine.

Aber nachhaltige Erholung kann nicht bedeuten, dass wir uns ein- oder zweimal im Jahr vollständig aus unserem Alltag herausnehmen müssen, um anschließend wieder bis zum nächsten Urlaub durchzuhalten.

Urlaub kann entlasten. Er kann aber keine dauerhaft belastenden Strukturen reparieren.

Das gilt für Beschäftigte genauso wie für Unternehmen.

Wer nach dem Urlaub innerhalb kürzester Zeit wieder völlig erschöpft ist, braucht deshalb vielleicht nicht unbedingt den nächsten Urlaub.

Sondern einen genaueren Blick auf den Alltag dazwischen.

Wo fehlen Pausen?

Welche Grenzen werden regelmäßig überschritten?

Was kostet permanent Energie?

Und welche Dinge aus dem Urlaub könnten einen kleinen Platz im normalen Alltag bekommen?

Burnout-Prävention bedeutet nicht, Belastung vollständig aus unserem Leben zu entfernen.

Sie bedeutet auch, dafür zu sorgen, dass Regeneration nicht ausschließlich im Urlaub stattfindet.

Denn die entscheidenden Wochen für unsere psychische Gesundheit sind nicht die zwei Wochen am Meer.

Es sind die anderen 50.

Wie lange hält Ihre Urlaubserholung an?

Quelle/Inspiration: DER SPIEGEL, Beitrag zum Post-Holiday-Blues; Forschung und Einordnung durch den Arbeitspsychologen Prof. Dr. Oliver Weigelt.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell geprüft.

DBVB – Deutscher Bundesverband für Burnout-Prävention e.V.

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