Eine ZEIT-Umfrage ergab: 64 % der Leserinnen und Leser fühlen sich zumindest manchmal einsam.

Keine repräsentative Studie — aber ein Signal, das man ernst nehmen sollte.

Denn Einsamkeit ist selten laut. Sie zeigt sich nicht offensichtlich. Und sie wird oft nicht ausgesprochen.

Besonders bei Männern bleibt sie unsichtbar. Nicht, weil sie nicht da ist — sondern weil sie schwer zu benennen ist.

Im niedersächsischen Duderstadt gibt es eine Initiative, die genau hier ansetzt: Männer treffen sich regelmäßig, um aus der Isolation herauszufinden. Einer der Teilnehmer erzählt im ZEIT-Bericht, wie er sich nach einem Burn-out zurückgezogen hat — und nun vorsichtig wieder Nähe zulässt.

Sie reden nicht über Einsamkeit. Sie reden über Alltägliches. Sie diskutieren. Manchmal reiben sie sich aneinander.

Und genau darin entsteht etwas, das vielen lange gefehlt hat: Verbindung.

Ein Satz von Mitgründer Hans-Joachim Meyer bleibt hängen: „Die Männer reden nicht gern über ihre Einsamkeit.“

Vielleicht ist genau das der Punkt.

Einsamkeit verschwindet nicht dadurch, dass wir sie analysieren. Sondern dadurch, dass wir Räume schaffen, in denen sie sich auflösen darf.

Für die Burnout-Prävention ist das zentral. Einsamkeit ist nicht nur ein persönliches Gefühl, sondern ein Risikofaktor für psychische Belastung, Erschöpfung und Rückzug. Und nicht selten Teil dessen, was nach einem Burn-out zurückbleibt.

Sie trifft auch nicht nur Menschen ohne soziales Umfeld. Auch wer Familie, Job und Verantwortung hat, kann sich isoliert fühlen.

In der Arbeitswelt zeigt sich das oft leise: — weniger Austausch — mehr Rückzug — funktionierende Abläufe, aber weniger echte Verbindung

Die Frage ist also nicht nur: Wer ist einsam? Sondern: Wo entstehen Räume, in denen Verbindung wieder möglich wird?

Vielleicht liegt ein Teil der Antwort nicht darin, mehr über Einsamkeit zu sprechen — sondern darin, mehr echte Begegnung zu ermöglichen.

Wo erlebt ihr im Arbeitsalltag echte Verbindung — und wo fehlt sie?

(Quelle: ZEIT-Newsletter „Wofür leben wir?“, Bericht von Moritz Hackl)

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